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Molkerei Weihenstephan vergesellschaften!

Die Molkerei Weihenstephan gehört zurück in öffentliche Hand – für faire Erzeugerpreise, faire Preise für Verbraucher*innen und gute Arbeitsplätze in Freising.

Angenommen auf der Bezirkskonferenz der Jusos Oberbayern am 24. Juli 2024

Forderung

Wir fordern: Die Molkerei Weihenstephan muss zurück in öffentliche Hand überführt werden!

Begründung

Wir wünschten, Theo Müller hätte Recht mit seiner Aussage in der NZZ, dass „der Sozialismus […] das Land in Beschlag genommen [hat]“.

Leider sehen wir noch einen weiten Weg vor uns, bis wir das mit Fug und Recht behaupten können, aber wieso fangen wir nicht gleich an dieser Stelle an?

Müllers Reichtum lässt sich in erster Linie damit begründen, dass er die bäuerliche Landwirtschaft bis auf den letzten Cent auspresst und Traditionsstandorte aufkauft, vor Ort Arbeitsplätze kürzt oder sogar Standorte schließt. Seine Milliarden gehören eigentlich den Bäuerinnen und Bauern, die diese mehr als nötig haben, um unsere Lebensmittelerzeugung nachhaltiger zu gestalten. Anstatt dass die Gewinne aus unseren regionalen Produkten dank des Privatisierungswahns der CSU über das Steuerparadies Luxemburg in die private Tasche von Herrn Müller wandern, finden wir, das Geld ist in der Mitte der Gesellschaft besser aufgehoben, um damit faire Erzeugerpreise für Landwirt*innen, faire Verbraucher*innenpreise und gute Arbeitsplätze hier in Freising zu garantieren.

Wir sehen darin eindeutig eine Win-win-Situation: Es kommt unserer Region zugute, aber gleichzeitig erleichtern wir das Leben des lieben Herrn Müller, denn wir können nur mutmaßen, wie schwer und unerträglich so ein Milliardärsalltag im schrecklichen Ampel-Sozialismus sein muss.

Als i-Tüpfelchen kann man in Zukunft auch wieder einen Schuss Weihenstephaner Milch in den Kaffee schütten, ohne Angst haben zu müssen, man finanziere so indirekt gewisse Freundschaften zu gewissen rechtsradikalen Politiker*innen!