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Kein hochangereichertes Uran im Forschungsreaktor Garching!

Der Forschungsreaktor FRM II in Garching soll stillgelegt bleiben, bis er auf leicht angereichertes Uran umgerüstet ist.

Angenommen auf der Bezirkskonferenz der Jusos Oberbayern am 24. Juli 2024

Forderung

Wir fordern, dass der Forschungsreaktor Garching FRM II bis zu seiner geplanten Umrüstung auf die Verwendung von leicht angereichertem Uran stillgelegt wird.

Begründung

Bis zu einer Störung im Jahr 2020, bei der am Forschungsreaktor Garching radioaktives C14 ausgetreten ist, wurde der Reaktor mit waffenfähigem, hochangereichertem Uran betrieben. Danach wurde der Reaktor stillgelegt; nach der Abweisung einer Klage des Bund Naturschutz steht allerdings in Aussicht, dass er 2025 wieder hochgefahren wird.

Bisher wurden die Brennelemente bestehend aus russischem Uran in Frankreich angereichert. Da Uran sowie der gesamte russische Staatskonzern „Rosatom“ von den EU-Sanktionen in Bezug auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgenommen sind, ist davon auszugehen, dass bei einem Weiterbetrieb auch weiterhin Russland als Bezugsquelle für die Rohmaterialien der Brennelemente infrage kommt.

Zudem besteht seit den 1970er-Jahren eine internationale Konvention, die den zivilen Gebrauch von HEU (Highly Enriched Uranium / hochangereichertes Uran) einschränkt und den Bau von mit HEU betriebenen Forschungsreaktoren eigentlich untersagt. Bereits beim Bau von FRM II hat sich Bayern über diesen Konsens hinweggesetzt.

Bereits zu Zeiten des Baus des Reaktors stand dank wissenschaftlicher Studien fest, dass kein wissenschaftlicher Grund bestehe, das Projekt in einem HEU-Design zu bauen, da auch mit leicht angereichertem Uran äquivalente Forschungsergebnisse erzielt werden können.